Abteilung Nordhalden

 

Rahmendaten (2017):

Ausrückebereich:            Ost

Einsatzabteilung:             20 Feuerwehrangehörige

Jugendfeuerwehr:            5 Jungen und Mädchen

Altersabteilung:                2 Feuerwehrangehörige

Abteilungsführung:          Martin Fleischer

                                            Jörg Wiesendorfer

Jugendwart:                      Martin Fleischer

 

Kontakt: abt.nordhalden(at)ffw-blumberg.de

 

Historie:

Offiziell gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr Nordhalden im Jahre 1943 unter dem Kommandanten Ernst Fluk.

Allerdings gibt es Hinweise, dass bereits 1843 eine organisierte Löschmannschaft in Nordhalden bestand. Als Feuerlöschgeräte waren zwei Feuerleitern, zwei Feuerhaken, eine Pechpfanne, fünf Pechkränze, vier Pechfedern sowie sieben Wasserkübel vorhanden. Bereits damals war man so fortschrittlich, dass nicht nur Männer zum Einsatz herangezogen wurden, sondern auch Frauen als Wasserträgerinnen fungierten. Vierteljährlich fanden damals schon sogenannte Spritzübungen statt.

1869 wurde ein kleines Spritzenhäusle errichtet. Im Jahr 1900 erwarb die Gemeinde Nordhalden ihre erst Feuerlöschspritze zum Preis von damals 632 Mark. 1943 wurde diese Spritze – man beachte das stattliche Alter von 43 Jahren – durch eine moderne Tragkraftspritze ersetzt. Das Jahr 1943 gilt daher auch als Gründungsjahr der FFw Nordhalden, die die sogenannte Löschmannschaft ersetzte. Während der Kriegszeit bestand die Wehr aus drei Männern und neun Frauen.

Die Tragkraftspritze wurde bereits 1963 - also dieses Mal "nur" 20 Jahre Einsatzzeit - durch eine TS 8/8 ersetzt wurde. Diese TS 8/8 war bis 1988 als Erstpumpe im Einsatz, aber bis 2012 noch als Ersatzpumpe funktionsfähig. Außerdem wurden 1963 neues Schlauchmaterial und neue Uniformen für die Feuerwehrleute beschafft. Die komplette Anschaffung hatte einen Wert von 14220 DM.

1998 konnte das alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Abteilung Riedböhrungen übernommen werden, das bis 2017 genutzt wurde.

2017 wurde das alte TSF durch ein neueres TSF (Mercedes, Baujahr 1999), das von der Abteilung Hondingen übernommen werden konnte, abgelöst. Mit diesem Fahrzeug ist die Abteilung Nordhalden als Teil des Ausrückebereichs Ost für die Aufgaben der nahen Zukunft bestens gerüstet und ist insgesamt mit ihrer technischen Ausrüstung hervorragend aufgestellt.

Der bisherige Schlauchanhänger wird bis heute weiter genutzt.

 

Bisherige Kommandanten

Zeitraum             Kommandant                    stellv. Kommandant

1939 - 1945        Ernst Fluk                           -   

1946 - 1947        Emil Straub                        -

1947 - 1950        Herbert Fluk                      -

1950 - 1954        Edwin Weber
Aufgrund von Mittelstreichungen des Gemeinderates war Herbert Fluk nicht mehr bereit, die Verantwortung für die Freiwilligenwehr zu übernehmen. In diesem Zeitraum wurde Edwin Weber vom Bürgermeister bestimmt.

1954 - 1962        Edwin Weber                    -

1962 - 1973        Herbert Fluk                      Werner Sauter (seit 1964)

1973 - 1978        Werner Sauter                  Adelbert Schautzgy

1978 - 1988        Adelbert Schautzgy          Viktor Müller

1988 - 1993        Werner Sauter                  Kurt Geiges

1993 - 2008        Viktor Müller                     Rainer Happle

2008 - 2010        Viktor Müller                     Martin Fleischer

2010 - heute       Martin Fleischer               Jörg Wiesendorfer

 

Erwähnenswerte Einsätze seit 1843

04.01.1843  Getreidemühle (Breite: 47°48'27.64"N, Länge: 8°36'22.41"E)
In der Nacht vom 04. auf 05. Januar 1843 brannte die alte Mühle vollständig ab. Der Müller Martin Sauter baute die Mühle anschließend auf Uttenhofer Gemarkung wieder auf.

03.05.1848 "Neue Haus" (Breite: 47°80'48.18"N, Länge: 8°58'73.60"E)
Das 1791 von Joseph Sauter erbaute "Neue Haus" fiel in dieser Nacht dem Feuer zum Opfer. Anstelle des ursprünglichen Hauses wurde lediglich ein Stall- und Scheunengebäude errichtet.

1851 Haus von Michael Sauter (Breite: 47°48'25.81"N, Länge: 8°36'19.79"E)
Das Haus stand am äußere Dorfende Richtung Neuhaus.

ca. 1860 Haus von Johann Fluk (Breite: 47°48'23.78"N, Länge: 8°36'30.13"E)
Ungefähr 1860 fiel das Haus von "Zimmerhannesli" Johann Fluk dem Feuer zum Opfer. Der Platz blieb danach unbebaut. Johann Fluk errichtete das Folgehaus auf der Sommerseite (hier).

02.05.1867 Haus von Ubald Sauter 
Beim Brand des "´s Hanesse Hus" genannten Anwesen von Ubald Sauter eilte die Bargener Löchmannschaft hinzu. Damals gab es also schon grenzüberschreitende Hilfestellung.

1868 Haus von Josef Giner
Ob das Haus von "´s Schmieds Josepp" genannten Josef Giner komplett abbrannte, ist nicht mehr ersichtlich.

1872 Hof von Josef Sauter 
1872 brannten Scheuer, Stall und Schopf des "Chiefer-Josepp" geannnten Josef Sauter ab. Dass der Wohnteil verschont blieb, verdankte die Familie dem vorhandenen Feuergibel. Ein unvorsichtiger Raucher entzündete das Heu im Heustall u. verursachte so den Brand.

17.03.1897 Haus von Karl Friedrich Giner (Breite: 47°48'26.08"N, Länge: 8°36'27.58"E)
Das komplett abgebrannte Haus wurde danach wieder neu aufgebaut.

1898 Haus von Karl Sauter (Breite: 47°48'26.82"N, Länge: 8°36'26.72"E)
Nur ein Jahr nach Giners ereilte die Feuersbrunst das Nachbarhaus, in dem der damalige Bürgermeisters Karl Sauter wohnte und das davor für 30 Jahre die Schule beherbergte.

1906 Wirtshaus von Ludwig Fluk (Breite: 47°48'26.86"N, Länge: 8°36'24.86"E)
In der Palmwoche 1906 steckten mit Feuer spielende Kinder das damalige Wirtshaus der Familie Ludwig Fluk an, das dann vollständig abbrannte aber danach wieder aufgebaut wurde.

Oktober 1925 Häuser von August und August Sauter (Breite: 47°48'25.33"N, Länge: 8°36'23.41"E)
Die aneinander gebauten Häuser des Landwirt August Sauter und des Maurers August Sauter ("Murer-August") brannten in Folge eines Elektroschadens im Oktober 1925 ab. Der Maurer Sauter siedelte danach am Dorfausgang Richtung Uttenhofen (hier) neu an, der Landwirt Sauter erbaute auf den Trümmern der alten Häuser einen Neubau.