Abteilung Kommingen

 

Rahmendaten (2017):

Ausrückebereich:            Ost

Einsatzabteilung:             31 Feuerwehrangehörige

Jugendfeuerwehr:            X Jungen und X Mädchen

Altersabteilung:                X Feuerwehrangehörige

Abteilungskdt.:                 Michael Gräble

Stellvertreter:                    Matthias Lohberger

Jugendwart:                      Jürgen Scheu

 

Kontakt: abt.kommingen(at)ffw-blumberg.de

 

Historie:

Die Gemeinde Kommingen richtete 1939 offiziell eine Freiwillige Feuerwehr ein, deren 25 Männer unter Leitung des Wehrführers Willibald Zeller angehörten. Bis dahin war der Brandschutz durch die Zivilbevölkerung organisiert. Die Gemeinde besaß seit dem 19. April 1864 eine Feuerlöschspritze auf Basis einer Kutsche. Diese wurde 1941 um eine Magirus Motorspritze vom Typ Goliath III auf einem Tragkaftspritzenanhänger ergänzt. Mit Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Tätigkeit der Feuwehr durch "Bereiningungsmaßnahmen" der fanzösischen Besatzungsmacht eingeschränkt. Kommandant Max Sauter war ein Jahr Kommandant, als 1947 fünf Feuerwehrmänner aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der NSDAP ausscheiden mussten und die Wehrstärke auf eine Gruppe von neun Mann und neun Männer einer Hilfsmannschaft begrenzt wurde. 1956 sollte die defekte Motorspritze ersetzt werden. Sie war eine Kriegsproduktion, deren Herstellerfirma nicht mehr existierte. Eine neue TS 8 für 3'600 Deutsche Mark wurde bestellt. Da der so notwendige Zuschuss von 40% nicht gewährt wurde, musste die Order storniert werden. Als bei einem Scheunenbrand am 10. Oktober 1956 wieder die Handspritze eingesetzt werden musste, war die Geduld des Bürgermeisters der damals ärmsten Gemeinde des Landkreises Donaueschingen am Ende. Er bestellte im Februar 1957 eine neue Pumpe und schaffte es bis 1958 einen nachträglichen Zuschuss gewährt zu bekommen.

1970 wurde Günter Kramer neuer Kommandant. Mit der Eingemeindung in die Stadt Blumberg wurde die Feuerwehr Kommingen am 01.01.1971 eine Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Blumberg. Die Zeit war geprägt vom personellen Aufbau, von der verstärkten Ausbildung und der Teilnahme an Wettkämpfen sowie dem Ringen um Finanzmittel. 1976 konnte zum ersten Mal jeder Komminger Feuerwehrmann eine eigene Uniform mit Schutzhandschuhen und Stiefeln in Empfang nehmen. In den 1980er Jahren wurden landesweit viele Tragkraftspritzenfahrzeuge für kleinere Ortschaften beschafft. Da die Aussicht auf ein Kraftfahrzeug aussichtslos war, suchte man kreative Alternativlösungen. Der spätere Abteilungskommandant Rolf Müller baute den alten TSA in Eigenregie zu einem Schnellangriffshänger aus. Dieser war im Kern mit einem eingebauten Verteiler ausgestattet, an dem drei einsatzbereite C-Leistungen in Buchten angeschlossen waren. Zudem war eine B-Haspel mit ca. 200m Schlauch aufgesetzt. Zusammen mit einem gebrauchten TSA von der Abteilung Achdorf konnte man zumindest im eigenen Dorf schlagkräftiger agieren. Die Eigenleistung überzeugte schließlich auch den Stadtbrandmeister und den Bürgermeister, sodass die Umbaukosten von 1'000 Mark von der Gemeinde getragen wurden.

1993 kaufte die Abteilung aus der Kameradschaftskasse ein gebrauchtes LF 8 auf einem Opel Blitz Baujahr 1966. Rolf Müller und sein Gerätewart Werner Strickfaden richteten das Löschfahrzeug in vielen Arbeitsstunden wieder her. Die Stadtverwaltung war angesichts der vollendeten Tatsachen, vor die sie gesetllt wurde, zunächst not amused. Schließlich lenkte das Stadtoberhaupt aber ein und sicherte die Übernahme der KFZ-Versicherung und der Spritkosten zu. Mit diesem Löschfahrzeug konnte auch die Jugend begeistert werden, sodass sich Abteilungskommandant Müller 1996 den Traum erfüllen konnte, eine Jugendwehr aufzubauen. Gemeinsam mit seinem Amtsbruder der Nachbarabteilung gründete er die JF Kommingen-Nordhalden. Im Jahr 2011 schloss sich die Abteilung Riedöschingen ebenfalls der Jugendfeuerwehr an.

Im Jahr 2008 wurde in Kommingen unter Abteilungskommandant Rolf Müller ein neues Gerätehaus an das Gemeinschaftshaus angebaut, wobei von der Planung bis zur Fertigstellung viel Eigenleistung erbracht wurde. Nach einer mehrjährigen Übergangslösung mit einem gebrauchten LF 8 konnte von Müllers Nachfolger Norbert Rösch im Jahr 2014 nach 75 Jahren das erste neue Einsatzfahrzeug beschafft werden. Das MLF auf Basis einem Fahrgestell von MAN wird den Ansprüchen, die an eine moderne Einsatzabteilung gestellt werden, gerecht.