Dekon-Gruppe des Gefahrgutzuges Schwarzwald-Baar-Kreis

 

Rahmendaten (2017):

 

Leiter Dekon-Gruppe:      Jörg Waimer / Peter Frey

Einsatzkräfte:                    22 Feuerwehrangehörige

Standort:                           Feuerwehrhaus Blumberg

Teileinheit von:                Gefahrgutzug SBK

Ausstattung:                     LF KatS, GW Dekon, MTW

 

Aufgaben:

Die Dekon-Gruppe arbeitet bei Einsätzen und im Probenbetrieb sehr eng mit den anderen Einheiten des Gefahrgutzuges SBK (Donaueschingen mit MTW und GW-G / Villingen-Schwenningen mit GW-Mess; GW-Mess und LF KatS) sowie der Feuerwehr Schaffhausen (CH) zusammen. Bei Einsätzen mit Gefahrstoffen ist es die Aufgabe der Dekon-Gruppe, insebsondere die Einsatzkräfte nach deren Rückkehr aus einem Gefahrenbereich zu dekontaminieren und die dekontaminierte Schutzkleidung zu sammeln. Hierzu stehen im Kern Dusch- und Aufenthaltszelte zur Verfügung, mithilfe derer eine Schleuse geschaffen werden kann (siehe Bild oben).

 

Historie:

Als im Jahr 1994 eine Neuorganisation des Bevölkerungsschutzes erfolgte, wurden Teilaufgaben des Katastrophenschutzes den Feuerwehren zugeschrieben. Die Gründung der Dekon-Gruppe folgtedaher auf die Auflösung des ehemaligen ABC-Zuges. Diese Einheit war bis dahin in einer angemieteten Halle in der Tevesstraße in Blumberg beheimatet. Als Fahrzeuge standen ein DMF sowie ein MTW zur Verfügung. Die Fahrzeuge wurden zunächst von der Feuerwehr weiter genutzt. Die Dekon-Gruppe ist eine Teileinheit des Gefahrguzuges des Schwarzwald-Baar-Kreises.

Im Jahr 1999 wurde das Feuerwehrhaus in Blumberg um zusätzliche Garagen und neue Umkleideräume erweitert. So wurde auch für die Dekon-Gruppe Platz geschaffen. Die alte Halle in der Tevesstraße konnte aufgegeben werden. Vom BUND wurde ein GW-Dekon beschafft. Ein Jahr später wurde schließlich auch die Beladung ausgeliefert. Diese wurde seither stetig ergänzt und optimiert. Die Finanzierung erfoglte aus Bundes- Kreis und Gemeindemitteln.

Der MTW musste im Jahr 2006 ersetzt werden. Die Dekon-Gruppe erhielt ein gebrauchtes, aber wesentlich jüngeres Fahrzeug. Vier Jahre später konnte schließlich das alte DMF ausgemustert werden.

Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima/Japan wurden die Notfallkonzepte in Deutschland auf den Prüfstand gestellt und überarbeitet. Das Land Baden-Württemberg fertigte ein Konzept für sogenannte Notfallstationen, die bei nuklearen Unfällen oder Katastrophen eingerichtet und betrieben werden. Hierzu erhielt die Dekon-Gruppe 2012 eine ergänzende Strahlenschutzausstattung für die Einrichtung eines sog. Nachweisplatzes.

Die Ausrüstung für den Aufgabenkomplex der Trinkwasserversorgung wurde durch dem BUND 2015 durch Ersatzbeschaffungen erneuert. Der Katastrophenschutz genießt in den letzten Jahren generell eine besondere politische Aufmerksamkeit, sodass ein Ausbau der Leistungsfähigkeit erfolgte und beachtliche Investititionsmittel freigegeben wurde. Im Zuge dieser Maßnahmen erhielt die Dokon-Gruppe ergänzend ein Löschfahrzeug LF KatS zur Verfügung, welches insbesondere der Wasserversorgung und dem Mannschaftstransport dient.

 

Impressionen: